Trinkwasseruntersuchung

Gesundheit geht vor  

Trinkwasseruntersuchung

Unser Trinkwasser ist ein wertvolles Gut. Der einwandfreie Zustand schützt unsere Gesundheit. Die Trinkwasserverordnung enthält Schutz- und Überwachungsvorschriften für die Reinheit des Trinkwassers in Deutschland und regelt Verantwortlichkeiten und Pflichten für Betreiber von Wasserversorgungsanlagen. Durch diese Verordnung soll sichergestellt werden, dass Wasser, welches zum Trinken oder für die Körperhygiene verwendet wird, keine Gefahr für die Gesundheit darstellt.

Von der Untersuchungspflicht auf Legionellen betroffen sind Unternehmer oder sonstige Inhaber einer Trinkwasser-Installation, 
 

+ in der Trinkwasser im Rahmen einer öffentlichen (z.B. in Kindergärten) oder gewerblichen (z.B. bei Vermietung von Wohnungen) Tätigkeit abgegeben wird und 

+ die eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung enthält und

+ die Duschen oder andere Einrichtungen enthalten, in denen es zu einer Vernebelung des Trinkwassers kommt.

Wir unterstützen Sie bei der Einhaltung dieser Vorgaben und garantieren Ihnen in Zusammenarbeit mit akkreditierten Trinkwasseruntersuchungsstellen eine rechtssichere und fachgerechte Probenahme und Analyse des Trinkwassers.

 

Zusätzlich zur Legionellenprüfung können Sie uns auch mit der Bestimmung ausgewählter mikrobiologischer oder chemischer Parameter im Trinkwasser beauftragen (beispielsweise ein Bauträger, der vor Übergabe eines Objektes die Einhaltung der Grenzwerte bestimmter mikrobiologischer Inhaltsstoffe in der Wasserversorgungsanlage überprüft haben möchte).

 

Unser Rundum-Paket

Koordinierung der Trinkwasseruntersuchung

 

Terminierung der Probenahmen

 

Überwachung und Einhaltung der Prüfintervalle

Probenentnahme und Analyse der Proben durch unser akkreditiertes Partnerlabor SYNLAB Analytics & Services Germany GmbH

 

Archivierung aller Unterlagen für die Dauer von 10 Jahren

 

Hilfestellung und Beratung bei der Feststellung einer Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes für Legionellen

Ihre Vorteile

zertifiziertes Fachpersonal

modulare Leistungen

Zusammenarbeit mit einem akkreditierten Fachlabor

rechtssichere Dokumentation

serviceorientierte Koordination & Terminierung

 
 
 

Neuerungen

Am 09.01.2018 ist im Rahmen der Novellierung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV)  die „Verordnung zur Neuordnung trinkwasserrechtlicher Vorschriften“ in Kraft getreten. Die wichtigsten Änderungen haben wir nachstehend für Sie zusammengefasst:

 

  1. Für die Untersuchungsstellen (Labore) besteht nun eine gesetzliche Verpflichtung, Befunde mit einer Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes, die bei einer Untersuchung des Trinkwassers auf Legionellen festgestellt wurden, unverzüglich dem Auftraggeber und dem für die Wasserversorgungsanlage zuständigen Gesundheitsamt anzuzeigen (vgl. §15a Abs.1 TrinkwV).
     

  2. Die Erstuntersuchung auf Legionellen ist bei einer ab 09.01.2018 neu in Betrieb genommenen Wasserversorgungsanlage innerhalb von drei bis zwölf Monaten nach der Inbetriebnahme durchzuführen (vgl. §14b Abs.6  TrinkwV).
     

  3. In einem Zeitraum von 16 Wochen nach der Inbetriebnahme einer neu errichteten Trinkwasser-Installation werden Überschreitungen der Grenzwerte für die Parameter Blei, Kupfer oder Nickel toleriert, wenn die gemessene Konzentration nicht höher als das doppelte des in der Anlage 2 Teil II angegebenen Grenzwertes ist (vgl. § 9 Abs.4 TrinkwV).
     

  4. Der Unternehmer oder sonstige Inhaber (UsI) einer Wasserversorgungsanlage muss den Verbrauchern mindestens jährlich geeignetes und aktuelles Informationsmaterial über die Qualität des bereitgestellten Trinkwassers übermitteln (vgl. § 21 Abs.1 TrinkwV).
     

  5. Betroffene Verbraucher sind durch den UsI zu informieren, wenn Trinkwasserleitungen aus dem Werkstoff Blei in der von ihnen betriebenen Anlage vorhanden sind, sobald sie hiervon Kenntnis erlangen oder ein entsprechender Verdacht besteht. (vgl. §21 Abs.1a TrinkwV).
     

  6. Bei der Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser dürfen nur Stoffe oder Gegenstände im Kontakt mit roh- oder Trinkwasser verwendet und nur physikalische oder chemische Verfahren angewendet werden, die bestimmungsgemäß der Trinkwasserverordnung dienen. Bereits eingebrachte Stoffe oder Ge- genstände, die bestimmungsgemäß nicht der Trinkwasserversorgung dienen, müssen bis zum 09.01.2020 aus dem Roh- oder Trinkwasser entfernt werden (vgl. §17 Abs.7 TrinkwV).

 

Untersuchungsintervalle des Trinkwassers

Wasserversorgungsanlagen, aus denen im Rahmen einer gewerblichen, nicht aber öffentlichen Tätigkeit Trinkwasser abgegeben wird, müssen mindestens alle 3 Jahre untersucht werden. Für Anlagen mit Abgabe im Rahmen einer öffentlichen Tätigkeit sieht die TrinkwV mindestens einmal jährlich eine Untersuchung vor, wobei hier gilt, dass das Gesundheitsamt auch längere Untersuchungsintervalle von bis zu drei Jahren festlegen kann.

 

Was sind Legionellen?

Legionellen sind Bakterien, die natürlicherweise in geringer, nicht gesundheitsschädlicher Anzahl im Grundwasser und auch im Trinkwasser vorkommen können. Wassertemperaturen von 25°C bis 45°C stellen optimale Wachstumsbedingungen für Legionellen dar. Daher können sich Legionellen in Trinkwasser-Installationen mit entsprechend niedrigen Warmwassertemperaturen und insbesondere in Bereichen mit langer Stagnation oder geringer, unregelmäßiger Wasserentnahme zu hohen Konzentrationen vermehren. Bei Temperaturen ab ca. 50°C können sich Legionellen nicht mehr vermehren und ab ca. 55°C im Warmwasser beginnen Legionellen abzusterben.

 

Unterscheidung Klein- und Großanlagen

Wie Klein- und Großanlagen unterschieden werden, können Sie unserem Flyer entnehmen. Dort finden Sie alle wichtigen Infos zur Trinkwasseranalyse zusammengefasst.

 

Hier geht's zur Trinkwasserverordnung (TrinkwV)

Den vollständigen Text der Trinkwasserverordnung in der aktuell gültigen Version finden Sie hier:

Trinkwasserverordnung (TrinkwV)